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Jobs in der Filmproduktion

Jobs in der Filmproduktion

Die Leinwand wird schwarz, der Abspann läuft.
Und läuft. Und läuft.
Bei großen Hollywood-Produktionen scheint es oft, als würde die Einwohnerschaft einer mittelgroßen Kleinstadt an einem Film mitarbeiten. Doch welche Jobs gibt es bei kleinen, agilen Filmproduktionen, die z. Bsp. Imagefilme und Recruitment Videos produzieren?

Die Digitalisierung des Filmprozesses hat viele Veränderungen mit sich gebracht: die Technik wurde kleiner, günstiger und somit für mehr Menschen zugänglich. Wo es früher noch schwerer Filmrollen, großer Apparaturen, Zeichentischen und allerlei anderem Werkzeug bedurfte, reicht heute eine hochwertige Digitale Videokamera (z.Bsp. eine Spiegelreflex- oder Systemkamera) und ein leistungsstarker Computer, um Schnitt, Animation und Soundmixing zu bewerkstelligen. So gibt es heute den Job des Videographen, der alle Aufgaben der Videoproduktion übernimmt. In den meisten Fällen arbeiten natürlich dennoch Teams an einem Film. Im Folgenden stellen wir euch die wichtigsten Aufgaben bei der Filmproduktion vor.

Vorbereitung

Konzept / Creative Direction

Bevor das erste Mal auf „record“ gedrückt wird, muss schon einiges an Arbeit geleistet werden. Besonders bei Imagefilmen oder Recruitment Videos, sowie jeder Art von Werbefilm, wird zunächst ein Konzept erstellt. Das ist die Story, die der Film erzählen soll und wie diese umgesetzt wird. Je nach Komplexität wird in diesem Schritt auch ein Storyboard gezeichnet, bei dem jede Einstellung als simple Skizze festgehalten wird.

Projektleitung

Die Projektleitung ist die Schnittstelle zwischen Kunde und Kreativteam. Sie hält alle Fäden zusammen und hält den Überblick vor, während und nach dem Dreh.

Produktion

Kamera

Das Herzstück der videografischen Arbeit ist die Kameraführung. Ob auf einem Schulterstativ, einem Dreibein oder in der Hand gehalten – die Aufgabe der Kameraperson ist es, das Geschehen oder eine gestellte Szene bestmöglich festzuhalten. Das Know-How der Kameratechnik ist dabei ebenso wichtig, wie ein gutes Auge für spannende Bildkompositionen.

Ton

Schlechte Tonqualität ist oft das erste, was dem Zuschauer (wenngleich oft unbewusst) auffällt und so dazu führt, dass die Qualität eines Films als schlecht eingestuft wird. Daher ist es wichtig, dass der Ton korrekt aufgenommen wird. Im Bestfall gibt es eine Person, die sich nur um das Recording kümmert. Ist das nicht möglich, können Kamera und Ton auch von derselben Person gemacht werden. Dann wird ein Mikrofon auf der Kamera befestigt, welches simultan zum Bild den Ton aufnimmt. Bei Veranstaltungen mit Mikrofonierung besteht auch die Möglichkeit, diese direkt von der Anlage abzugreifen, um so einen klaren Sound zu garantieren.

Regie

Ein Regisseur oder eine Regisseurin ist zum einen wichtig, wenn Szenen erarbeitet werden müssen. Er oder sie bestimmt, wie die Darsteller das Skript interpretieren und wie, in Absprache mit der Kameraperson, die Szene gefilmt wird. Doch auch beim dokumentarischen Dreh oder in Interviewsituation kann der Regisseur/die Regisseurin den Tenor vorgeben, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen.

Postproduktion

Schnitt

Wenn alles „im Kasten“ ist, geht es an den Schnitt. Kunden unterschätzen häufig die harte Arbeit, die in diesem Arbeitsschritt steckt. Dabei kann ein 60-sekündiger Eventfilm genauso aufwändig sein, wie eine einstündiger Key Note. Im Schnitt wird im Einklang mit der Musik und den Bildern die Story erzeugt, die den Zuschauer fesselt und Emotionen hervorruft.

Sound

Während es bei Eventfilmen oft keine zusätzlichen Geräusche, auch Sound Effects (kurz: SFX) genannt, gibt, wird bei inszenierten Filmen oft ein komplexerer Soundmix aus Dialog, SFX und Musik erstellt. Dieser wird auf den fertig geschnittenen Film gemischt und stellt ein perfektes Hörerlebnis sicher.

Grafik

Trockene Informationen können durch eine passende Grafik aufgelockert und spannender verpackt werden. Dabei ist ein kreativer Kopf und ein gutes visuelles Verständnis ebenso wichtig, wie Kenntnis der einschlägigen Software wie Adobe Illustrator, Photoshop und InDesign.

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